SchH Sport

 

Der "traditionelle" Schutzhundesport ist für viele
selbsterklärte Experten ein rotes Tuch.
Sie glauben zu wissen, dass ganz normale Hunde
in den Hundesportvereinen mit verschiedensten
Mitteln und Methoden dazu gebracht werden,
aggressiv gegenüber Mensch und Tier aufzutreten.

Immer wieder hört man solche Aussagen!
Dabei übersehen solche Menschen, dass es um
weitaus mehr geht als um wilde Beißhandlungen.

Der SchH Sport besteht aus 3 verschiedenen Abteilungen,
der Fährtenarbeit, der Unterordnung und dem Schutzdienst.
Wie der aufmerksame Leser bereits jetzt schon festgestellt
hat, kann man zur Ausübung dieses Sportes keinen
"unkontrollierbaren Beißer" gebrauchen. Im Gegenteil,
man braucht einen gut sozialisierten, arbeitsfreudigen,
triebstarken und selbstsicheren Teampartner, der körperlich
(Gesundheit, Kondition usw.) und nervlich in der Lage ist,
die Übungen mit seinem Teampartner Mensch zu absolvieren.

Als langjähriger Schutzdiensthelfer und mit meinen vielen
Erfahrungen, die ich mit verschiedenen Hunden und
Hunderassen auch in anderen Ortsgruppen und Verbänden
gemacht habe, bin ich der Meinung dass die allermeisten
Verhaltensfehler der Hunde auf uns Menschen zurück zu
führen sind.
Hier liegen Erziehungs- und Ausbildungsfehler vor.
Ganz bestimmt will ich den SchH Sport nicht verniedlichen,
denn immerhin gewinnt der Hund an Selbstbewußtsein und
mentaler Stärke. Diese wird im Sport aber nur auf die Beute
(Schutzarm) gelenkt und niemals auf den Menschen.
Es wird ganz einfach die natürliche Triebveranlangung des
Hundes auf Beuteobjekte ausgenutzt, ähnlich wie beim Ballspiel.

 

von Markus Horch, Schutzdiensthelfer

 

Schutzdienst: beste Lehrzeit für Hund und Mensch

Schutzdienst, die Königsdisziplin der Hundearbeit, ist kein Selbstzweck
und soll auch nicht nur dazu dienen, bestimmte Aufgaben mit Hilfe eines
Tiers zu erledigen. Schutzdienst ist auch eine der Grundvoraussetzungen
für die Erhaltung der Rasse in ihrer bisherigen Qualität. Dabei stellen
weder die Ausbildung noch der Sport selbst eine Gefahr für andere dar.
Eher ist das Gegenteil richtig: Gerade der sportlich aktive, im Schutzdienst
sichere und energische Hund zeigt sich Menschen gegenüber als gutartig
und friedlich. Er kann sich im Schutzdienst-Sport austoben –
und genau das schafft die Ausgeglichenheit, die von dem Tier gefordert wird.

Die Voraussetzung einer gezielten Schutzhundausbildung beruht
deshalb immer auf dem inneren Zusammenhang zwischen Triebveranlagung,
Belastbarkeit und Selbstsicherheit. Eine wichtige Rolle spielt dabei die
ererbte Freude an der Auseinandersetzung, nicht zu verwechseln mit
Aggression und Schärfe. Belastbarkeit, die andere Voraussetzung,
setzt physische Robustheit voraus, Gesundheit und damit auch die
körperliche Fähigkeit zu Leistung. Als Selbstsicherheit werden die Fähigkeit
und der Wille, auch in kritischen und gefährlichen Situationen zu helfen,
gewertet.
Sind diese Eigenschaften in einem Junghund erkannt, eignet er sich
voraussichtlich für eine Schutzhundausbildung – vorausgesetzt, auch
seine Belastbarkeit erlaubt das anstrengende Training. All das richtig
einzuschätzen, ist Aufgabe und Leistung des Besitzers und Ausbilders.

Ausbildung zum Schutzhund – das ist für viele Hundesportler die
Krönung ihres Zusammenlebens mit dem Tier an ihrer Seite.
Hier kann der Hund mehr als Kunststückchen machen, ist ein
anderer als nur der amüsante Begleiter, nicht nur ein daneben
lebendes Stück Naturersatz. Schutzhunde sind beste Familienmitglieder
aus eigenem Wollen und mit eigenem Urteilsvermögen.

Erfahrene Ausbildungswarte in den Ortsgruppen des SV stehen bei der
Ausbildung mit Rat und Tat zur Seite und bereiten die Hundeführer und ihre
Tiere auf die Schutzhundprüfung vor, die später von SV-Leistungsrichtern
abgenommen wird. Die Schutzhundprüfung umfasst die Sparten Fährtenarbeit,
Unterordnung und Schutzdienst.

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Weitere Informationen:

 Verein für Deutsche Schäferhunde e.V.
http://www.schaeferhunde.de

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