Agility – was ist das?
 
 

Als ich das erste Mal von diesem Sport gehört habe,
dachte ich, es handelt sich hierbei um irgendeine
Beschäftigungstherapie für Hund und Besitzer.
Kinderkram halt.
Im Wald oder Feld zu spazieren war denen zu langweilig.
Also musste eine neue Herausforderung her.
Sinnvoll oder nicht: Hauptsache mal wieder was Neues.
Aber was konnte schon so spannend daran sein,
seinem Hund über irgendwelche Hindernisse zu
locken oder zu scheuchen?
Von Vielen müde belächelt fristete der Sport darum
zuerst nur ein Nischendasein.
Aber mit der Zeit schauten immer mehr von den
anfänglichen Zweiflern über den Tellerrand und
machten sich bei den damals nur vereinzelt
stattfindenden Turnieren selbst ein Bild.
Hatte man auf solch einer Veranstaltung das
Glück einen gut ausgebildeten Hund bei der Arbeit
zu beobachten, fing man schnell Feuer.

Also: erst einmal halbherzig den nächstgelegen
Hundeplatz angesteuert, der Agility in seinem Repertoire
hat. Man kann ja mal gucken. Wenn's nicht gefällt,
ist man ja auch schnell wieder weg. Aber dazu gab es
keine Veranlassung. Als der Hund begriffen hatte,
um was es da überhaupt geht, war er Feuer und Flamme.
Zuerst wurden nur kleine Hindernisse
überquert und ein Tunnel durchlaufen. Das reichte
aber aus, ihm vor jedem neuen Start die Augen
leuchten zu lassen.

Wenn man einmal gesehen hat, mit welch einer
Begeisterung der Hund bei der Sache ist, ist man
diesem Sport eigentlich schon verfallen.
Dann versteht man auch, warum immer mehr Menschen
Agility zu Ihren Hobby machen.
Und das Schöne daran ist:
Es macht nicht nur dem Hund Spaß. Der Mensch hat
mindestens genauso soviel Freude dabei. Und ganz
nebenbei hält man sich auch geistig und körperlich fit.

Denn so einfach, wie es sich anhört ist es leider nicht.
Denn das Frustrierendste an diesem Sport ist die
Tatsache, dass der Schwachpunkt  im Duo Zwei- und
Vierbeiner, leider wieder der Mensch darstellt.
Man glaubt  gar nicht, wie wenig man seinen eigenen
Körper unter Kontrolle hat, wenn man versucht seinem
Hund mit minimaler Körpersprache die Richtung  zu
weisen,  ohne sich beim Sturz über eine im Weg
stehende Hürde den Hals zu brechen.

Trotz aller Hindernisse, die sich Hund und Begleiter
in den Weg stellen:
Agility macht einfach Spaß. Man beschäftigt sich
intensiv mit seinem Hund, wächst zusammen und
hält sich nebenbei noch fit.

 

 

 

 
Was ist denn jetzt genau Agility?
Agility ist eine klassische Teamsportart.
Das Team besitzt 6 Beine.
Vier Beine liefert der Hund.
Das fehlende Beinpaar stellt der
Mensch,  der den Hund ähnlich,
wie beim Springreiten, durch
einen Hindernisparcours führen muss.
 
 
 
 
 
 
 

Das Ziel ist dann doch das Gleiche:
Möglichst schnell ohne Fehler
den Parcours zu bewältigen.
Man unterscheidet die folgenden
Gerätetypen:

Hindernisse, die übersprungen bzw.
Durchsprungen werden müssen.
Stangenhürden, Besenhürden, Mauern,
Weitsprung, Reifen

Kontaktzonengeräte, die überlaufen werden müssen.
Dazu gehören:
Steg, Wippe und die A-Wand
Den Namen Kontaktzonengeräte haben diese
Parcourselemente von der markierten Fläche
im Anfangs- und Endbereich des Hindernisses,
in die der Hund beim Betreten des Gerätes
mindestens ein Pfote setzen muss.

Zu der Familie der Tunnel, die es zu durchlaufen gilt,
gehören der Stofftunnel oder Sacktunnel und der
feste Tunnel (lang und kurz).

Tisch
Dort wird der Hund für eine bestimmte Zeit geparkt,
bis es wieder weitergeht. Wie lange der Hund auf
dem Tisch ausharren muss, bestimmt letztendlich
der Prüfer.

Slalom
maximal 12 Stangen, durch die der Hund in einer
bestimmen Richtung fädeln muss.
Gestartet wird mit der Slalomstange, die sich neben
der linken Hundeschulter befindet.
 

Damit die Hunde untereinander eine reelle Chance haben,
sich zu messen, erfolgt eine Dreiteilung aller teilnehmenden
Hunde anhand ihrer Größe und Leistungsfähigkeit.
Je Größer der Hund desto höher die Hindernisse.
 
(Textauszug aus www.agility.de)
 
 
 
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